| 30.07.2010 |
GM kann Werk in Straßburg zurückkaufen
Straßburg (lori). Der US-Automobilbauer General Motors (GM) kann wie geplant sein ehemaliges Getriebewerk im Straßburger Rheinhafen für einen symbolischen Euro zurückkaufen. Möglich machte dies ein Kompromiss zwischen der Konzernleitung und der Gewerkschaft CGT. Das US-Unternehmen verzichtet auf seine Forderung, dass alle vier Gewerkschaften in dem Werk den geforderten Sparplan als Bedingung für den Rückkauf akzeptieren. Im Gegenzug verpflichtete sich die CGT, nicht gegen den Rettungsplan juristisch vorzugehen, auch wenn sie ihn weiter ablehnt.
Den Rettungsplan, mit dem die Lohnkosten um zehn Prozent gesenkt werden sollen, hatte die GM-Tochter Motors Liquidations Company (MLC) vorgelegt. Das Straßburger Getriebewerk war im Zuge des Insolvenzverfahrens von GM 2008 in das Unternehmen MLC ausgelagert worden. Der an den Rückkauf gekoppelte Sparplan sieht unter anderem vor, dass die 1160 Beschäftigten zwei Jahre lang auf Lohnerhöhung und Gewinnbeteiligung verzichten sowie auf sechs von 16 zusätzlichen Urlaubstagen pro Jahr. Im Gegenzug gab GM eine Arbeitsplatzgarantie bis 2013 ab.
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