MAN-Trucks rollen vom Güterbahnhof Richtung »Hoch Drei«

Dienstag, April 11, 2017
Firma baut für sechs Millionen neue Niederlassung im Gewerbegebiet / Auf alten Gelände könnten Reihenhäuser entstehen
MAN-Trucks rollen vom Güterbahnhof Richtung »Hoch Drei«
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MAN

»Das jetzige Gebäude ist Baujahr 1971 und erfüllt den Standard nicht mehr«: Mit diesem Satz begründet Geschäftsführer Rainer Fesenmeier, wieso sich die Firma MAN Truck & Bus für den Bau einer neuen Niederlassung auf dem Gewerbegebiet »Hoch Drei« entschieden hat. 25 Mitarbeiter arbeiten auf dem jetzigen Werksgelände in der Gewerbestraße 16 an der B 3 bei Bohlsbach. Sie werden künftig einen deutlich komfortableren Arbeitsplatz vorfinden. »Es wird am neuen Standort Fußbodenheizung, eine tiefere Grube, eine bessere Hebebühne und LED-Beleuchtung geben«, listet Fesenmeier auf. Die Zahl der Mitarbeiter soll am neuen Standort wachsen, hofft der Geschäftsführer.
Der Baustart ist für Anfang Mai geplant, die Fertigstellung soll bereits im Februar 2018 sein. Gebaut werden soll eine Fahrzeughalle sowie ein zweigeschossiges Bürogebäude mit Verkaufs-, Schulungs- und Personalräumen. Das sich nördlich von Alu Richter befindende neue MAN-Grundstück ist 16 500 Quadratmeter groß.
MAN verkauft und wartet Lkws und Busse. Zu den Kunden gehören laut Fesenmeier Speditionen, Busunternehmen und öffentliche Verkehrsbetriebe. Darüber hinaus liefere man auch Motoren für Blockheizkraftwerke, beispielsweise­ fürs Ortenau-Klinikum oder die Messe. 
Entsiegelung der Fläche?
Das derzeitige Areal hat die MAN gemietet. Eigentümerin ist Julia Ritter, Enkelin des verstorbenen Spediteurs und großen Förderers Georg Dietrich. Sie prüft derzeit, die Gewerbefläche zu konvertieren und in ein Wohngebiet umzuwandeln, und ist bereits mit Ortschaftsrat und Stadt in Kontakt. Denkbar wäre laut den Plänen eine Wohnanlage mit 40 bis 50 preiswerten Reihenhäusern für Familien mit mittlerem Geldbeutel. 
INFO: Dem Zweckverband »Gewerbepark Raum Offenburg« gehören die Gemeinden Offenburg, Schutterwald, Hohberg, Durbach und Ortenberg an. Die Fläche des Gewerbeparks »Hoch Drei« beträgt 130 Hektar. Die Gewerbesteuer verteilt sich entsprechend der Anteile: Offenburg erhält 60 Prozent, Hohberg und Schutterwald je 15 Prozent, Durbach und Ortenberg, die keine Flächen einbringen, je fünf Prozent. Vorab fließen zehn Prozent der Gewerbesteuer an die Gemeinde, auf deren Gemarkung das Unternehmen angesiedelt ist.