Gewappnet: Die neue Strategie der Testo AG

Donnerstag, Februar 26, 2015
Global Player tun es bereits: Messdaten generieren und Messdaten managen – von diesem Trend will auch die Testo AG profitieren und hat dafür die „Testo Strategie 2020“ beschlossen. Im inside B-Interview spricht Testo-Chef Burkart Knospe über die Herausforderungen der Zukunft.
Burkart Knospe, Vorstandsvorsitzender der Testo AG, Lenzkirch.
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Testo AG

inside B> Herr Knospe, Testo ist mit der neuen Konzernstrategie ‚Testo Strategie 2020‘ in das Jahr 2015 gestartet. Welches sind die wichtigsten Punkte daraus?
Burkart Knospe> Wir haben für die Zukunft drei bestimmte Märkte im Fokus: Messtechnik im Bereich Heizung, Lüftung und Klima, Messtechnik zur Qualitätssicherung von Lebens- und Arzneimitteln sowie generell Messdatensysteme. Die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien bieten uns interessante neue Möglichkeiten, das Lösungsangebot der Testo AG vom Sensor bis zur kompletten Messdatenverarbeitung anzubieten. Große Unternehmen wie Google oder Siemens zum Beispiel schlagen bereits heute die Brücke vom Generieren von Messdaten hin zu Messdatenmanagement. Wenn wir von diesem Trend profitieren wollen, dann müssen wir uns sehr schnell und entschlossen darauf einstellen. Wenn wir das nicht schaffen, werden wir in ein paar Jahren kein Wachstum, sondern einen Rückgang verzeichnen. Deswegen kümmern wir uns mit der neuen Konzernstrategie frühzeitig darum.

inside B> Das vergangene Jahr hat Testo mit gerade einmal einem Prozent Wachstum im Konzern abgeschlossen. War diese Entwicklung der Grund für eine Strategieänderung?
Burkart Knospe> Nein. Die Entwicklungen im letzten Jahr haben weniger mit den fundamentalen Trends in unserer Branche zu tun, sondern mehr mit einem vorübergehenden Innovationsstau und Sondereffekten in einzelnen Ländern. Einige der für 2013 und 2014 geplanten Produktinnovationen sind nicht rechtzeitig gekommen. Dadurch blieben Wachstumsimpulse auf unseren bestehenden Märkten aus.

inside B> Wie entwickelt sich denn der russische Markt?
Burkart Knospe> Im Jahr 2012 war Russland unser größter Auslandsmarkt – größer als die USA, China oder Frankreich. Im Jahr 2013 haben wir in Russland fast 30 Prozent Rückgang erlebt. Im vergangenen Jahr waren es zwar nur noch drei Prozent Rückgang, aber wir sind dennoch weit unter unserem Rekordergebnis von 2012 geblieben. Der Rückgang hat für uns allerdings weniger mit den politischen Entwicklungen zu tun, sondern vielmehr mit der gesamtwirtschaftlichen Situation in Russland und dem schwachen Rubel.
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