Firma Ruhsi in Hausgereut soll erweitern dürfen

Montag, Juli 17, 2017
Ortschaftsrat genehmigt erneute Planänderung für Entwicklung der Schreinerei / Abgrenzung zu Wohnbebauung im Süden des Gebiets
Firma Ruhsi in Hausgereut soll erweitern dürfen
Fotograf: 
Ellen Matzat

Einstimmig beschloss der Ortschaftsrat Hausgereut am Donnerstag die dritte Änderung des Bebauungsplans Götzenbühn. Dort will sich die W. Ruhsi GmbH gemäß ihres Masterplans Erweiterungsfläche für ihre Schreinerei sichern. Das Geschäft läuft gut, die Firma wächst. Sie ist Zulieferer für die Stahlrohrmöbelindustrie und fertigt in Tagesschichten Tischplatten.

Der erste Anbau sei für 2020 geplant, wenn neue Maschinen kommen. Weitere Planungen reichen bis 2030, um Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen. Die dritte Planänderung war nötig, um im Hinblick auf die Wohnbauplanung Westendstraße  für Planungssicherheit zu sorgen und Konflikte zu vermeiden.
80 neue Parkplätze
Das Plangebiet grenzt nördlich an den Reezengraben, östlich an die Lindenstraße und westlich an einen Feldweg. Im Süden schließt das Gebiet Westendstraße an. Die geplante Betriebserweiterung ist nun hinsichtlich Erschließung, Gebäudestruktur und Freiraumplanung definiert. LKWs werden weiter über die Lindenstraße anfahren. Eine neue Zufahrt soll es im Süden mit LKW-Wendeanlage sowie 80 PKW-Stellplätzen geben. »Diese Zufahrt wird etwa ein bis zweimal im Jahr für die Anlieferung von Maschinen genutzt«, erklärte Ruhsi am Donnerstag.

In drei Bauabschnitten will Ruhsi westlich und südlich angrenzend vier weitere Hallen für Zwischenlager, Beschichtung, Bearbeitungen und Sonderbau bauen, wodurch ein Gebäudekomplex aus sieben Werkshallen mit identischen Höhen und Dachformen entstehen soll. 

Im Süden sollen bei Parkplatz und Wendeanlage Bäume gepflanzt , zur offenen Landschaft hin soll eingegrünt werden. Der Flächennutzungsplan muss punktuell geändert werden. Das Regionalpräsidium habe der Erweiterung bereits zugestimmt. Für den Bebauungsplan sind noch etliche Untersuchungen und Gutachten nötig (etwa zu Amphibien, Vögeln und Fledermäusen).

Die Hallen wären von den Grundstücksgrenzen der Wohngebäude 25 bis 30 Meter entfernt. Zusätzlich sei an den Fronten zur Wohnbebauung hin eine Festverglasung vorgegeben, um den Lärmschutz zu gewährleisten, hieß es von der Verwaltung. Bei zwei Bebauungsplänen könne auch mit kritischen Bauherren nichts passieren, wenn die Vorgaben aus dem Lärmgutachten eingehalten werden, sagte Bauamtsleiter Roland Mündel.