Ettenheimer Pelletwerk wird nicht erweitert

Dienstag, März 14, 2017
Neuer Eigner Rettenmaier sieht in den Vorgängerplänen keinen Sinn / Runder Tisch mit Bürgerinitiative geplant
Ettenheimer Pelletwerk wird nicht erweitert
Fotograf: 
Ulrich Marx

Der neue Eigentümer des Ettenheimer Pelletwerks hat von den Erweiterungsplänen des Vorgängers Abstand genommen. »Aus heutiger Sicht macht eine umfangreiche Produktionserweiterung definitiv keinen Sinn«, sagte Joseph Otto Rettenmaier.
Rettenmaier hatte den Standort an der A5 im vergangenen Sommer von der insolventen German Pellets übernommen. Er ist geschäftsführender Gesellschafter des Rohstoffkonzerns J. Rettenmaier & Söhne mit Sitz in Rosenberg (Ostalbkreis). Das inhabergeführte Familienunternehmen hat sich auf die Produktion von Cellulose, Getreide-, Frucht- und Holzfasern spezialisiert. Neben der Fabrik in Ettenheim hat Rettenmaier auch den German-Pellets-Standort in Herbrechtingen bei Heidenheim gerettet.
Laut Angaben von Ettenheims Bürgermeister Bruno Metz hatte der Betrieb im Werk nach der Insolvenz nur kurz geruht. Heute arbeiten am Standort 31 Menschen. Insgesamt beschäftigt der Rettenmaier-Konzern 2000 Mitarbeiter.
Vor der Insolvenz hatte German Pellets Pläne zur umfangreichen Erweiterung der Produktion in Südbaden geplant. Nicht nur darüber, sondern auch über die Lärm- und Geruchsbelästigung durch das vorhandene Werk, lag das Unternehmen mit den Anwohnern über Kreuz.
Rettenmaier hat eine Bürgerinitiative, die sich seit Jahren gegen Lärm und Gestank wehrt, zu Gesprächen an einen runden Tisch eingeladen. Die Bürgerinitiative Gewerbepark Ettenheim/Mahlberg zeigt sich positiv gestimmt und will das Angebot annehmen.